Der Klimawandel ist ein nicht mehr zu ignorierendes Thema in diesen Zeiten. Wir tragen durch verschwenderischen Lebenswandel rege dazu bei. Jedes Jahr ein neues Handy, Flugreisen und drei Autos pro Familie. So weit so klar. Aber was uns häufig gar nicht bewusst ist, ist der Effekt, den das Internet auf den Klimawandel hat.

HÄH? Aber was hat meine Website damit zu tun?

Ja, so habe ich auch erst einmal reagiert, als ich zum ersten mal auf dem WordPress Meetup Koblenz bei einem Vortrag von Simon Kraft damit konfrontiert wurde.

Ein paar Zahlen und Fakten zum Stromverbrauch des Internets*:

*es ist nicht ganz einfach, einheitliche Zahlen zu finden, aber es geht wohl auch eher darum, ein Gefühl für die Brisanz zu erhalten als exakte Zahlen und Prognosen zu haben.

Krass, oder?
Ja, so hatte ich das noch nie gesehen. Aber sobald man sich in diese Gedankenschiene eingeklinkt hat, wird es klar wie Kloßbrühe.

Jedes Bild, jedes Video, jeder Ladevorgang einer Seite verursacht einen Datentransfer oder einen Speichervorgang und damit einen Stromverbrauch. Nach einer Studie von Huawei wird erwartet, dass der Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2030 ca. 5% des weltweiten Stromverbrauchs ausmachen wird.

Wie steht es mit meiner Website aktuell?

Nach diesen Informationen habe ich meine eigene Website noch einmal kritisch hinterfragt. Das kann man mit Online-Tools wie https://www.websitecarbon.com/ tun. Nach Eingabe der Website-URL erhält man dort eine Info darüber, wie viel CO2 die getestete Website verbraucht. Das kann schon mal ein relativ großer Schocker sein, zumal der Verbrauch auf websitecarbon.com sehr “greifbar” beschrieben wird.

Websitecarbon zeigt, wie viel CO2 Deine Seite pro Jahr verbraucht.
Websitecarbon.com zeigt Dir sehr anschaulich, wie viel CO2 Deine Website im Jahr verbraucht.

Das kannst Du tun, um Deine Website nachhaltiger zu machen

Ok. Nachdem Schock und schlechtes Gewissen überwunden sind… was kann den nun konkret getan werden, um den eigenen Anteil an dieser Entwicklung bewusst zu verringern. Hier bezogen auf die Nutzung des Internet (Flugreisen und Autos lassen wir hier außen vor)

Bilder / Videos einsparen

Du kannst auf Deiner Website den Nutzen und Effekt von Bildern noch einmal überdenken. Niemand sagt, dass es keine Bilder auf Deiner Seite geben darf, aber vielleicht lässt sich ja das eine oder andere (aussagearme) Bild einsparen oder verkleinert darstellen.

Dateigrößen verringern

Verwendete Bilder, Videos und Scripte können in der Regel weiter optimiert werden um unnötige Datenübertragung zu vermeiden. Wenn ein Bild z.B. in einer Größe von 500 Pixeln auf Deiner Website angezeigt wird, kann es trotzdem 3000 Pixel groß sein. Hier kann gespart werden, indem die Bildgröße auf das benötigte Maß reduziert wird.

Dateigrößen von Bilder und Videos können durch die Verwendung von Komprimierungstools wie tinypng.com weiter verringert werden. Einen umfassenden Artikel zur Optimierung Deiner Bilder habe ich auch schon geschrieben.

Scripte reduzieren, minimieren, komprimieren

Scripte können komprimiert oder auch eingespart werden. Viele Websites haben heutzutage Slider, Animationen oder sonstige eher unnötige und wenig zielführende Elemente. Überlege hier zwei mal ob Du die wirklich brauchst. Dabei hilft bestimmt die Erkenntnis, dass z.B. Slider in fast jeder Hinsicht "schlecht" sind (Ladezeiten, Benutzerführung, Informationsdarstellung...) und Animationen für viele Menschen (auch ohne Behinderung) eher nervig und lästig sind als erfreulich.

Schriften

Du kannst hinterfragen, ob Du unbedingt individuelle Schriften laden musst oder ob Du auch Standardschriften verwenden kannst, die sowieso auf den Computern der Besucher*innen installiert und nicht mehr extra über das Internet geladen werden müssen.

Bessere Strukturen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Benutzerführung auf Deiner Website. Je schneller (und mit weniger Klicks / weniger Datentransfer) Deine Besucherinnen auf der Seite finden, was sie suchen, desto besser. Jeder gesparte Klick und Ladevorgang hilft dem Klima (UND Deinen Besucherinnen.)

Grünes Hosting

Einige Hoster haben sich das CO2 sparende oder neutrale Hosting auf die Fahnen geschrieben. Wenn Du einen neuen Hoster suchst oder wechseln möchtest, kannst Du hier einen besonderen Augenmerk auf die Klimabilanz legen und gleich einen klimabewussten Hsoter aussuchen. Z.B. hier: https://utopia.de/ratgeber/gruenes-webhosting-oekostrom/

Ja toll, aber habe ich auch was davon?

Das ist das Schöne: Hier ist die klare Antwort aus meiner Sicht: JA! Du hast sogar recht viel davon. Denn alle Maßnahmen, die ich oben zur Verbesserung Deiner Web-Klimabilanz aufgeführt habe, dienen auch der Geschwindigkeit und Usability Deiner Website und wirken sich somit auch DIREKT auf Deine Suchmaschinenoptimierung und die Zufriedenheit Deiner Besucher*innen aus. Ca 76% der Internetnutzer*innen bewerten eine Website danach, wie gut sie bedienbar ist und wie schnell sie die gewünschten Informationen finden.

Wie Googles Core Web Vitals-Update das Klima schützt

Für Mai 2021 hat Google ein Update seines Suchalgorithmus angekündigt. Dieser soll schnelle, benutzerfreundliche Seiten “belohnen” und solche, die langsam, träge und benutzerunfreundlich sind “bestrafen”. Schnelle, schlanke Seiten werden es also in Zukunft leichter haben, bei Google eine gute Platzierung in den Suchergebnissen zu erhalten. So schlägst Du mit einer Ausrichtung Deiner Website auf ein klimabewusstes Design gleich zwei (große) Fliegen mit einer Klappe.

Also los!
Kein Grund, nicht sofort damit anzufangen und das Internet wieder schneller, nützlicher und besser zu machen.

Weitere Tipps für den digitalen Alltag, die CO2 sparen helfen

Neben Tweaks an Deiner Website kannst Du auf vielfältige andere Arten mithelfen, die CO2-Last durch digitales Verhalten zu reduzieren. Mach' Dir bewusst, dass viele heute alltägliche Dinge eben trotz "Flat" nicht ganz ohne Kosten sind.

Fazit: Internet=Böse?

Sollen wir nun alle unsere Rechner, Smartphones und Tablets ausschalten und in den Wald ziehen? NEIN! Denn wie fast alles hat auch das Internet einen großen Nutzen. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht auch Gedanken machen sollten, wie wird es verantwortungsvoll verwenden können.

Links:
http://www.clickclean.org/
https://ecograder.com/
https://www.websitecarbon.com/

Quellen:
Artikel bei heise.de
Artikel clmatechangenews.com (Englisch)
welt.de

Aktuell bekomme ich immer wieder Anfragen von Kunden oder besorgten Website-Besitzern, die eine dubiose E-Mail mit dem Betreff „Your Site Has Been Hacked“ erhalten haben. Sie enthält einen Link zur betreffenden Website und ist in Englisch verfasst. Meist lautet der Inhalt ungefähr so:

PLEASE FORWARD THIS EMAIL TO SOMEONE IN YOUR COMPANY WHO IS ALLOWED TO MAKE IMPORTANT DECISIONS!
We have hacked your website http://irgendeineseite.de and extracted your databases.
How did this happen?
Our team has found a vulnerability within your site that we were able to exploit. After finding the vulnerability we were able to get your database credentials and extract your entire database and move the information to an offshore server.
What does this mean?
We will systematically go through a series of steps of totally damaging your reputation. First your database will be leaked or sold to the highest bidder which they will use with whatever their intentions are. Next if there are e-mails found they will be e-mailed that their information has been sold or leaked and your site http://www.carport-koblenz.de was at fault thusly damaging your reputation and having angry customers/associates with whatever angry customers/associates do. Lastly any links that you have indexed in the search engines will be de-indexed based off of blackhat techniques that we used in the past to de-index our targets.
How do I stop this?
We are willing to refrain from destroying your site’s reputation for a small fee. The current fee is $2000 USD in bitcoins (BTC).
Send the bitcoin to the following Bitcoin address (Copy and paste as it is case sensitive):
HierschreibeichmalnichtdenBTCadressedesÜbeltätershin
Once you have paid we will automatically get informed that it was your payment. Please note that you have to make payment within 5 days after receiving this notice or the database leak, e-mails dispatched, and de-index of your site WILL start!
How do I get Bitcoins?
You can easily buy bitcoins via several websites or even offline from a Bitcoin-ATM. We suggest you https://cex.io/ for buying bitcoins.
What if I don’t pay?
If you decide not to pay, we will start the attack at the indicated date and uphold it until you do, there’s no counter measure to this, you will only end up wasting more money trying to find a solution. We will completely destroy your reputation amongst google and your customers.
This is not a hoax, do not reply to this email, don’t try to reason or negotiate, we will not read any replies. Once you have paid we will stop what we were doing and you will never hear from us again!
Please note that Bitcoin is anonymous and no one will find out that you have complied.

Was tun? Haus und Hof verkaufen und Bitcoins schicken?

NEIN! Bitte nicht! Es handelt sich um eine Erpressungsmail mit betrügerischen Absichten. Hier wird versucht, mittels Angst Geld zu erpressen. Die Erpresser haben mit sehr hoher Sicherheit KEINEN Zugriff auf Deine Website-Datenbank und kennen auch nicht Dein Passwort (es sei denn, es ist ein sehr schlechtes Passwort ;-))

Kann ich solche Erpressungs-E-Mails verhindern?

Nein, leider kann man nicht verhindern, dass es immer wieder kriminelle Subjekte gibt, die die Angst vor Datenverlust nutzen möchten um an leicht verdientes Geld zu kommen. Das einzige, was Du tun kannst, ist aufmerksam bleiben, nicht in Panik verfallen, tieeeef durchatmen!

Kann ich meine Seite sicherer machen?

Na klar! Sicherer geht immer! Die drei WICHTIGSTEN Faktoren für Deine (WordPress) Website-Sicherheit sind: Gutes Hosting, starke Passwörter und regelmäßige Updates. Wenn Du dabei Hilfe brauchst, kannst Du Dich unter https://wpnanny.de gerne über meine Leistungen im Bereich Website-Wartung und Sicherheit informieren. Und jetzt Schluss mit Werbung!

UPDATE

Google Bewertungen Mybusiness

Scheinbar hat es bei Google eine Änderung gegeben und das unten beschriebene Verfahren funktioniert nicht mehr zuverlässig in allen Fällen. Falls der etwas einfachere Weg unten bei Dir nicht funktioniert, gibt es nun eine neue Vorgehensweise, die zumindest bei meinem ersten Test zum Erfolg geführt hat. Allerdings ist die neue Variante nicht mehr ganz so einfach.  Es gibt eine neue Anleitung von Google direkt, wie man einen Link für Kunden erstellt, damit sie direkt eine Bewertung schreiben können.

Schritt 1: Am Computer

Logge Dich bei Google My Business ein und wähle (falls Du mehrere hast), den zu bearbeitenden Standort aus.

Dann klicke links im Menü auf „Info“ und dann rechts auf „Kurzname hinzufügen“.

Google Bewertungen Business Kurzname
Google My Business Kurznamen definieren

Wenn Du Deinen neuen Kurznamen gewählt hast, bist Du hier erst einmal fertig.

Schritt 2: In der App (Smartphone)

Falls Du das noch nicht getan hast, musst Du nun die Google My Business App für Dein Smartphone oder Tablet herunterladen und Dich dort mit Deinem Google Konto anmelden.

Dann klickst Du in der App auf „Kundenkreis“ und siehst die Liste der vorhandenen Rezensionen. Oben rechts in der Ecke findest Du das altbekannte „Teilen“-Symbol. Klicke es und schicke Dir selbst den generierten Link zu.

Google Bewertungen Business App
Bewertungslink für Google My Business in der App generieren.
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